Technische Daten zur Kawasaki

Motortyp
Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenzweizylinder
Hubraum
649 cm³
Bohrung x Hub
83 x 60 mm
Verdichtungsverhältnis
10.6:1
Ventil-/Einlasssystem
DOHC, 8 Ventile
Maximale Leistung
47 kW (64 PS) bei 8.000/min
Maximales Drehmoment
61 Nm (6,2 kpm) bei 6.800/min
Kraftstoffzufuhr/Vergaser
Kraftstoff-Einspritzung: ø38 mm x 2 (Keihin)
Zündung
Digital
Starter
Elektrostarter
Getriebe
Sechsganggetriebe
Rahmentyp
Diamantrahmen aus hochfestem Stahl
Lenkkopfwinkel/Nachlauf
25°/108 mm
Radaufhängung, vorn    *
41-mm-Upside-down-Teleskopgabel mit (rechtsseitiger) stufenlos einstellbarer Zugstufendämpfung und einstellbarer Federvorspannung
Radaufhängung, hinten
Seitlich montiertes Einzelfederbein mit 13-fach einstellbarer Zugstufendämpfung und 7-fach einstellbarer Federvorspannung
Radfederweg, vorn
150 mm
Radfederweg, hinten
145 mm
Reifen, vorn
120/70ZR17M/C (58W)
Reifen, hinten
160/60ZR17M/C (69W)
Bremse, vorn
Halbschwimmend gelagerte 300-mm-Doppelscheibenbremse im Petal-Design
Bremse, hinten
220-mm-Einzelscheibenbremse im Petal-Design
Lenkwinkel, links / rechts
35 Grad/35 Grad
Abmessungen (L x B x H)
2.125 mm x 840 mm x 1.315 mm
Radstand
1.415 mm
Sitzhöhe
835 mm
Tankinhalt
19 Liter
Leergewicht
194 kg
Masse im fahrbereitem Zustand
209 kg
zul. Gesamtgewicht
389 kg
Verbrauch
ca. 5.1 Ltr / 100 km
Abgasreinigung
3-Wege Katalysator
Übereinstimmung mit EU-Abgasnorm
EURO 3
*Upside-Down-Teleskopgabel

Das System der umgedrehten Teleskopgabel, bei der die oberen Rohre (Standrohre) einen
größeren Durchmesser aufweisen als die unteren (Tauch- oder Gleitrohre), ist fast so alt
wie das Motorrad selbst. Auch bei den Mopeds der fünfziger Jahre setzte man auf dieses
System. Nur eben in einer sehr primitiven und billigen Ausführung. Anstatt einer hydraulischen
Dämpfung gab es nur eine Fettfüllung zur Schmierung der Gleitlagerstellen. Konsequent
weiterentwickelt wurde das System von der Firma White Power, einem niederländischen
Hersteller von Dämpfern und Telegabeln. Die Vorteile der Upside-down-Gabel liegen auf der
Hand. Die großen Durchmesser der Standrohre erhöhen die Verwindungssteifigkeit, gleichzeitig
können sie sich in der Gabelbrücke nicht verdrehen. Denn Rohr und Gabelbrücke bestehen aus
Aluminium, wodurch sich die Oberflächen unter Druck regelrecht verzahnen. Die ungefederten
Massen sind allerdings nicht geringer als bei der konventionellen Gabel. Die beim
Upside-down-System innenlaufenden Tauchrohre weisen zwar einen kleineren Durchmesser
auf als die üblichen Tauchrohre, sind aber aus schwerem Stahl gefertigt. Darum ist das
Gewicht nahezu gleich hoch, in manchen Fällen sogar höher als beim Alu oder sogar
Magnesium der herkömmlichen Gabeln. Der entscheidende Vorteil resultiert aus der sehr
langen Führung des Tauchrohrs durch das Standrohr. Sensibles Ansprechen auch unter
hohen Belastungen und höchste Stabilität ermöglichten der White Power-Gabel den
Durchbruch im Moto Cross. Bis die Konstruktion standfest war, gab es etliche Probleme
mit der Abdichtung. Darum wagten sich andere Hersteller nur zögernd an die Entwicklung
eigener Upside-down-Gabeln. Ein weiterer Vorteil im Geländesport ist die größere Bodenfreiheit
der Tauchrohre. Die endet bei Upside-down-Gabeln an der Achsaufnahme. Aber auch im
Straßenrennsport überzeugen die Qualitäten des neuen Konzepts. Gerade die superleichten
80er- und 125er-Renner verlangen nach einer äußerst präzise ansprechenden Federung,
deshalb greifen die Weltmeister auch hier zur Upside-down-Gabel.


Die Upside-down-Konstruktion sichert stabile
Radführung und feinfühliges Ansprechen.
1. Gabelbrücken
2. Achsaufnahme
3. Tauch- oder Gleitrohr
4. Standrohr



zurück zur Starseite

Stand letzte Überarbeitung: 31.01.2007